Zum Internationalen Frauentag: Blick auf Gewalt an Frauen lenken

Wir brauchen auch in Zukunft einen Internationalen Frauentag, der die echten Probleme deutlich benennt.

Als Frauen zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts in der Weimarer Verfassung den Grundstein für einen Internationalen Frauentag legten, war die Rolle der Frau trotz des erstrittenen Frauenwahlrechts von Unterordnung und Diskriminierung geprägt. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich viel getan für die Gleichstellung von Frauen und Männern – zumindest in unseren westlichen Industrienationen und in den freiheitlich orientierten Kulturen. Frauen haben gleiche Chancen auf Bildung, sie können öffentliche Ämter wahrnehmen, frei und autonom entscheiden. Wir haben in unserer modernen Gesellschaft sehr viel Gleichberechtigung erreicht. Wir Frauen können vielfältige Lebenswege einschlagen, ohne dass diese durch unser Geschlecht vorgezeichnet sind. 


Es gibt ganz sicher noch Themen, die wir angehen müssen, z.B. im Bereich der Vergütung, der Repräsentanz in Führungspositionen oder auch im Kampf gegen Sexismus und – wie man an dem Bedarf an Frauenhäusern in Deutschland sieht, leider auch Gewalt. Aber in unserer Gesellschaft wird dies offen diskutiert und angeprangert. Frauen haben – gestärkt durch das Grundgesetz – die Chance, sich zur Wehr zu setzen. 


Brauchen wir also noch einen Internationalen Frauentag?


Alice Schwarzer hat bereits 2010 gefordert, den Internationalen Frauentag abzuschaffen. Sie brandmarkte ihn als gönnerhaft und forderte, 365 Tage des Jahres sollten Frauen- wie Männertage sein. Für unsere westliche Gesellschaft stimme ich ihr zu.


Allerdings sind viele Frauen auf der Welt nach wie vor großer Diskriminierung ausgesetzt – und die gilt es, zu benennen und zu bekämpfen. Deshalb meine ich, wir brauchen auch weiterhin einen Internationalen Frauentag. Wir brauchen einen Frauentag, der Themen wie Gewalt an Frauen, Zwangsehe, Zwangsprostitution, Verhüllungsgebot, Genitalverstümmelung und Bildungsverbot in den Mittelpunkt rückt. Das ist Diskriminierung und Unterdrückung, die dramatische Folgen für die betroffenen Frauen hat. 


Am Internationalen Frauentag beschäftige ich mich damit, nicht mit Gendersternchen.  



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