Liebe Grünen, wir haben andere Probleme!

Der grüne Erziehungsanspruch treibt manchmal seltsame Blüten.

Der grüne Erziehungsanspruch treibt manchmal seltsame Blüten. In Zeiten, in denen Familien mitten in der Pandemie-Bewältigung stecken, schulisch und erzieherisch vor großen Herausforderungen stehen, in denen viele Betriebe um ihre Existenz bangen und Arbeitnehmer um ihre Arbeitsplätze, haben die Grünen in Berlin nichts Besseres zu tun, als ihr Sendungsbewusstsein bis in die kleinste Nische hinein auszuleben. 



Haben wir allen Ernstes Regelungsbedarf für die Verwendung von Schnittblumen bei Veranstaltungen? Braucht es tatsächlich Subventionen des Landes Berlin, damit Veranstalter von Schnittblumen auf Topfpflanzen umsteigen? Das ist die Vorstellung der Grünen, aber liegen die wahren Probleme nicht woanders? Unsere Veranstaltungsbranche leidet massiv unter den Folgen der Pandemie und hat derzeit andere Sorgen hat, als sich um Dekofragen zu kümmern. Branchen- und nicht Blumenrettung ist Aufgabe der Berliner Wirtschaftssenatorin. Wie weit weg sind die Grünen in Berlin eigentlich von der Lebensrealität in der Stadt?


Sonderliche Prioritätensetzung


Sonderlich auch die Prioritätensetzung im Bereich „Bauen“. Die Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hinterfragt in einer kleinen Anfrage den Amphibienschutz in den Quartieren, der längst im bauleitplanerischen Ökokonto berücksichtigt ist. Während in Berlin die Wohnungsknappheit eines der dringendsten Probleme ist, beschäftigen sich die Grünen mit Lebensraum für Amphibien. Lebensraum für die Menschen in der Stadt erscheint mir derzeit die wichtigere Aufgabe zu sein: Erst einmal neue Wohnungen schaffen und dann Frösche in der Nachbarschaft ansiedeln. 


Achja, noch so ein drängendes Problem, das die breite Masse der Bevölkerung Berlins wirklich unter den Nägeln brennt: „Wie steht‘s um den Tierschutz bei Pferderennen in Berlin?“ lautet der Titel einer Anfrage der Berliner Grünen im Abgeordnetenhaus. Sind Pferdebesitzer jetzt die neuen Feindbilder der Ökoidealisten? Sie scheuen jedenfalls nicht davor zurück, den personell völlig unterbesetzten Fachbereich Veterinär- und Lebensmittelaufsicht, der unter den Aufgaben durch die Pandemie ächzt, mit Fragen zu beschäftigen, die vordergründig in den Bereich der Pferdesport-Verbände gehören. 


Raus aus dem grünen Wolkenkuckucksheim!


Aber sie setzen noch eins drauf: Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat in der zurückliegenden Woche eine Verordnung auf den Weg gebracht, die Katzenbesitzer dazu verpflichtet, ihre Tiere nur dann als Freigänger zu halten, wenn sie gechippt und kastriert sind. Ich frage mich: Worum sollen sich eigentlich die Ordnungsämter noch kümmern? Müssen sie jetzt auch noch lernen, wie man Katzen und Kater auf ihren Fruchtbarkeitsstatus hin überprüft? Wie wäre es mit mehr Einsatz für Obdachlose statt für Streunerkatzen? Staatsanwaltschaften und Gerichte sind jetzt schon überlastet. Nun kommen wohl noch Verfahren wegen Verstößen gegen die Kastrationspflicht hinzu. 


„Raus aus dem grünen Wolkenkuckucksheim!“, möchte man den Amts- und Mandatsträgern der Ökopartei zurufen. Problembewusstsein und Lösungskompetenz sehen anders aus.  

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