Manja Schreiner: Corona – ein Testfall für unsere Werte

Ein Tweet hat mich in dieser Woche besonders bewegt. Darin fand sich ein Foto von einem Zettel, der in einem Hausflur hing.

Ein Hilfsangebot war darauf zu lesen. Es richtete sich an die Nachbarschaft mit dem Hinweis, wer von den älteren Menschen im Haus Hilfe beim Besorgen von Lebensmitteln brauche, solle einfach anrufen oder eine Nachricht auf Papier unter der Tür durchschieben. „Ich gehöre nicht zur Risikogruppe und könnte Ihnen durch Besorgungen, Einkäufe, Apothekengänge etc. gern unter die Arme greifen“, ist dort notiert. Hier hat jemand konkret Hilfe angeboten, für Menschen, die es jetzt besonders zu schützen gilt. Entschlossen und spontan.

Berlin reagiert nur zögerlich

Leider weniger spontan und noch weniger entschlossen reagierten in dieser Woche der Berliner Senat, allen voran Bürgermeister Michael Müller auf steigende Fälle von Corona-Infektionen. „Katastrophales Krisenmanagement“ warfen ihm – zurecht – sogar die eigenen Genossen vor. An der Spitze Berlins steht ein Ministerpräsident, der in entscheidenden Situationen das Regieren einstellt und sich offenbar beratungsresistent zeigt. Erst auf öffentlichen Druck hin hatte Müller ein Einsehen und hat – zum Glück – große Veranstaltungen abgesagt. Eine Corona-Epidemie ist ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um das Partyimage der Stadt zu pflegen. Zuvor hatten geschlossen die Amtsärzte der Stadt Alarm geschlagen und dringend empfohlen, alle größeren Veranstaltungen abzusagen und eine gesamtstädtische Regelung gefordert. Mein Dank und meine Anerkennung für die Fachleute in den Gesundheitsämtern, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen. Sie arbeiten unter Hochdruck und mit großer Verantwortung. Zu einem entschiedenen staatlichen Handeln gehört darüber hinaus, den Unternehmen unter die Arme zu greifen, die jetzt durch den Virus in eine Schieflage geraten. Arbeitnehmer fürchten um ihre Arbeitsplätze. Hier ist nicht nur der Bund, sondern auch das Land Berlin gefordert.

Manja Schreiner: Jeder kann etwas tun, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern

Das Coronavirus wirkt sich massiv auf unser Zusammenleben aus. Egoismen brechen sich Bahn, wenn die Lebensmittel in den Supermärkten „gehamstert“ werden. Dabei ist es doch vor allem wichtig, dass wir gegenseitig aufeinander achten. Schützen wir andere, indem wir uns selbst schützen und Hygieneregeln jetzt ganz besonders beachten. Wir können – jeder für sich – etwas tun, damit sich der Virus nicht weiter ausbreitet. Auch wenn es uns einiges abverlangt. Wir sollten achtsam miteinander umgehen, besonders mit älteren und kranken Menschen und mit Menschen mit Behinderungen. Umsichtiges Handeln ist gefragt. Und der Blick auf die Bedürfnisse der anderen. Denn Corona ist nicht nur ein Virus, es ist ein Testfall für unsere Werte.

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