Manja Schreiner: Ausbildungsplätze trotz Corona vermitteln

Die Situation ist ähnlich dramatisch wie nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09.

Schon damals waren es vor allem die jungen Menschen kurz vor Übertritt in das Berufsleben, die massiv unter Job-Abbau und einem Rückgang an Ausbildungsangeboten zu leiden hatten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung warnt vor ähnlichen Folgen der Corona-Pandemie für ungelernte Jugendliche und sieht dringenden politischen Handlungsbedarf. Zudem stellt das IAB heraus, viele Jugendliche werden durch den Wegfall von Ausbildungsplätzen weiter im Schulsystem verbleiben – eine Entwicklung, die den ohnehin schon starken Fachkräftemangel in Zukunft noch weiter verschärfen wird.

Wie sieht die Situation derzeit aus: Die Berufsberatung an den Schulen ist praktisch zum Erliegen gekommen. Ausbildungsmessen und Angebote der Partner der beruflichen Orientierung können nicht stattfinden. Gerade im Bereich der Berufsorientierung ist die persönliche Begegnung wichtig. In gewerblichen Berufen geht es ums praktische Ausprobieren mit Händen und Körper. Das ist bedingt durch die Pandemie derzeit nahezu ausgeschlossen. Es ist das Drama der aktuellen Schulabgänger, dass Corona und die Folgen ihnen derzeit den Weg in den Ausbildungsmarkt verstellen. Die Konsequenzen für die eigene Biografie sind mitunter gravierend.

Manja Schreiner: Der Berliner Senat ist gefordert, die Azubis und Ausbildungsbetriebe zu unterstützen

Es ist Aufgabe der Politik, diese Jugendliche beim Übergang in die Arbeitswelt zu unterstützten – im Interesse der Schulabgänger, aber auch im Interesse der Berliner Betriebe, die Nachwuchsfachkräfte brauchen. Es darf vor allem nicht sein, dass ganze Klassenzüge in den Oberstufenzentren geparkt werden. Deshalb setze ich mich mit meinem Antrag „Ausbildungsplätze trotz CORONA vermitteln“ für den CDU-Landesvorstand dafür ein, in Zusammenarbeit mit Kammern, Verbänden und Sozialpartnern schnelle Wege der unkonventionellen Ansprache von Jugendlichen und Eltern zu finden und damit Berufsorientierung und Ausbildungsplatzvermittlung auf den Weg zu bringen. Dazu gehören zum Beispiel

  • digitale Angebote der Berufsorientierung über Apps oder Online-Börsen,
  • Ausbildungsbörsen auf den Schulhöfen, in Parkhäusern oder auf der Straße des 17. Juni,
  • Anreize für Betriebe, die trotz CORONA überdurchschnittlich ausbilden,
  • befristete überbetriebliche Trägerausbildung in den gewerblichen Bildungsstätten, um Unternehmen zu entlasten, die derzeit nicht ausbilden können, Beispiel Hotel- und Gaststättengewerbe und Friseurhandwerk,
  • Flexibilisierung des Ausbildungsbeginns.

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Bildung und Schulen

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