Digitalisierung - Fehlanzeige in der Bildungspolitik

Nach einem Jahr Homeschooling fehlt noch immer ein IT-Konzept für das digitale Lernen, es gibt zu wenig Masken, Lüftungsanlagen und verlässliche Perspektiven. Dafür aber eine Menge Durcheinander!

Seit fast einem Jahr bremst die Pandemie unser Land aus. Am 22. März 2020 wurde das öffentliche Leben zum ersten Mal komplett heruntergefahren sowie Schulen, Kindergärten und Bildungseinrichtungen geschlossen. Ein Jahr ist eine lange Zeit, um sich auf die Anforderungen des digitalen Lernens einzustellen. Schnelligkeit und Anpassungsfähigkeit ist doch gerade das, was die Digitalisierung ausmacht. Aber es braucht auch Entscheidungen und beherztes Handeln. In der Berliner Bildungspolitik scheint es gerade daran zu fehlen.


Die Bildungsverwaltung lässt Schüler und Lehrer im Regen stehen


Mussten die Kinder im ersten Lockdown noch weitgehend ohne Homeschooling-Konzepte und digitale Lernplattformen auskommen, so waren die ersten Schulschließungen ein erheblicher Warnschuss. Alle, die noch nicht verstanden hatten, welche enorme Bedeutung die Digitalisierung im Bereich des Bildungswesens hat, waren gewarnt. Doch auch innerhalb eines Jahres ist es Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) nicht gelungen, die Voraussetzungen für ein funktionierendes Homeschooling für die Schüler in Berlin zu schaffen. Die Rede ist von einem System, das mit hunderttausenden Zugriffen pro Tag noch immer überfordert ist.


Es ist geradezu ein Armutszeugnis, dass Staatssekretärin Sigrid Klebba (SPD) in ihrer Antwort auf eine Anfrage des bildungspolitischen Sprechers der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Dirk Stettner, kleinlaut zugeben muss, es fehle zur mittel- und langfristigen Sicherung des Betriebs ein IT-Konzept – ein Jahr nach Beginn der Pandemie! Für die Schulen war dieses Jahr geprägt von erheblichen Anstrengungen unter erschwerten Bedingungen mit Hygiene-und Abstandskonzepten, von Lehrplananpassungen an Wechselunterricht oder an das digitale Lernen. Nach einem Jahr mit großem Einsatz der Eltern in Betreuung und Unterstützung ihrer Kinder stellt sich heraus: Der Senat hat an der entscheidenden Stelle geschlafen.


Kein Konzept, zu wenig Personal


Es wurde kein Konzept erstellt, es wurde nicht ausreichend Personal für den Lernraum vorgesehen, die Lernplattform wurde nicht verlässlich ans Laufen gebracht. Erst jetzt wurden mehr oder weniger aktionistisch die Kosten für die Nutzung des kommerziellen Anbieters „Itslearning“ übernommen. Diese Entscheidung, mit privaten Anbietern zusammenzuarbeiten, den Schulen mehr Flexibilität zu geben, sich gegen einen überzogenen Datenschutzanspruch aber für mehr Bildung einzusetzen, all das hätte viel früher erfolgen müssen. Es hat etwas von Satire, wenn der Lernraum Berlin seine User fragt: „Wo soll es hingehen?“ Die Richtung war nie klar vorgegeben Lehrer und Eltern werden von der Bildungsverwaltung im Regen stehen gelassen. Höchste Zeit, dass sich das ändert.

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